Frauen in Afghanistan.

Frau zu sein in Afghanistan war immer nicht einfach. Wenn man in die Vergangenheit schaut, kann man feststellen, dass im Laufe der Geschichte die Frauen teilweise wie Waren behandelt wurden.  Frauen wurden zur Heirat gezwungen. Das Schicksal vieler Frauen wird von ihren Eltern entschieden. Kaum wird nach der Meinung der Frau über ihren zukünftigen Man gefragt. Es gibt sehr viele junge Frauen, die alte Männer heiraten müssen,  obwohl sie das nicht  wollten. Falls sie stur waren, wurden sie durch die eigene Familie verachtet oder sogar misshandelt. Scheidung gab und gibt es fast gar nicht, weil eine geschiedene Frau  in Afghanistan verachtet wird.

Diese entmündigte gesellschaftliche Stellung macht es den Frauen sehr schwer, diese Menschenrechtsverletzungen anzuzeigen. 

 Obwohl der Islam den Frauen Rechte einräumt, wurden diese in Afghanistan ignoriert. Die Frauen bezeichne ich in Afghanistan als größtes Opfer der Gesellschaft. 

Die traurigste und grausamste Zeit begann für die Frauen als die Taliban 1996 in Kabul die Macht ergriffen. Die haben den Frauen den Krieg erklärt mit unvorstellbarem Terror.

Das Ziel der Taliban war die Einrichtung eines sehr streng islamischen Gottesstaates, in dem die Scharia (Islamisches Recht) ihr legitimes Gesetz war. Die Lebensführung war strikt am Koran entsprechend der terroristischen Interpretation der Taliban ausgerichtet. 

In dieser Zeit wurde die Scharia (Islamisches Recht) in vollem Umfang angewandet.  Steinigung, öffentliche Hinrichtung, Handamputationen, Misshandlung in die Öffentlichkeit, Vergewaltigung, Zwangsheirat ... alles war in Tagesordnung. Die Frauen durften nicht ohne Burka (Ganzkörperschleier) und männlicher (verwandter!) Begleitung das Haus verlassen. Es gibt eine Vielzahl von Frauen und Mädchen, die Ihre Finger bzw. Hand verloren haben, weil Ihre Fingernägel lackiert waren. Selbst mit Sandalen durften die Frauen nicht auf die Straße gehen. Die Taliban erklärten, die frei sichtbaren Füße könnten die Männer auf teuflische Gedanken bringen. Den Frauen war jegliche Art von Arbeit verboten. Sie wurden aus dem öffentlichem Leben ausradiert werden. Es gab sogar die Verordnung, die Fenster,die zur Straße zeigen, schwarz anzustreichen, dass kein Männerblick von draussen die sündigen Wesen treffen sollte. Viele Frauen sahen den einzigsten Ausweg aus diesem Terror im Selbstmord.

Ein  Bruchteil von der täglichen Gewalt und Grausamkeit gegen die Frauen, Männer und Kinder in der Zeit der Taliban kann man in dem Spielfilm "Osama", ein Meisterwerk von Siedeq Bermak, sehen. 

Sicherlich sind nach dem Sturz des Taliban Regimes die Chancen für Gleichberechtigung und Integration in das gesellschaftlichen Leben gestiegen, aber es Bedarf viel Kraft den Frauen das Selbstbewusstsein zu geben, dass jeder Frau gebührt, ebenbürtig neben ihren Ehemännern, Vätern und Brüdern des Wiederaufbaus der Infrastruktur und der Kultur voranzutreiben. 



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