Ahmad Shah Massud -  Ikone im befreiten Afghanistan wohin man schaut

Ahmad Shah Massud der "Löwe vom Panjshirtal" wurde im Jahre 1953 in Panjshir geboren. Er besuchte die erste Klasse in Panjshir. Die zweite bis vierte Klasse musste er in Herat besuchen, weil sein Vater als Offizier der Arme in Herat arbeitete. Dann zog seine Familie nach Kabul und er ging auf die Eliteschule Isteqlal . Nach dem Schulabschluss studierte er ca. zwei Jahre am Polytechnischen Institut in Kabul. Er hatte mal gesagt, dass die Studienzeit am Polytechnischen Institut die beste Zeit für ihn war.

Als 1973  Daoud Khan an die Macht kam, ist er nach Pakistan geflohen. In Pakistan ist er mit dem pakistanischen Machthaber Zulfiqar Ali Bhutto in Kontakt getreten. Er wollte Massud nutzen, um das Daoud Regime zu destabilisieren.

Als 1978 die Kommunisten in Afghanistan an die Macht kamen, schloss sich Massud Professor Burhanudin Rabbani an und kam nach Afghanistan zurück. Da die Unzufriedenheit der Afghanen von Tag zu Tag gegen die kommunistische Regierung und den Einmarsch der russischen Armee zunahm, baute Massud in Panjshir mit seinen Anhängern sein Basislager auf. Nach kurzer Zeit hatte er die Armee, die mit den Russen zusammen gearbeiteten hatten,  aus Panjshir vertrieben. 

 

Weil Massud eine Stratege und hervorragender Kommandant war, konnte die rote Armee nie sein Lager erobern. Bald wurde Massud in ganz Afghanistan als Symbol des Widerstandes bekannt und wurde "Löwe des Panjshirtals"  genannt. Während der Regierungszeit von Rabani war er von 1992 -1996 Verteidigungsminister. 

Massud war einer der wenigen Widerstandskämpfer, der seit dem Einmarsch der rote Armee in Afghanistan und dem späteren Talibanregime sein Land  bis zu seinem Tode nicht verlassen hatte.

 

Tatsache ist, dass wir alle, auch hier in Europa dem charismatischem Mann dankbar sein sollten. Ohne ihn hätte sich der Fundamentalismus auch in den labilen Nachbarstaaten wie Tadschikistan, Usbekistan, Turkmenistan weiter ausgebreitet. Ein Vormarsch der Taliban in diese Staaten wäre somit geebnet gewesen, was eine große Gefahr für unseren Weltfrieden mit sich gebracht hätte. Die Instabilität in den mittelasiatischen Ländern kann die Lage in dieser Region sehr dramatisch verändern. 

Die Taliban und die Al Quaida versuchten unzählige Male in das von Massud kontrollierte Gebiet  in Nordwest-Afghanistan einzudringen. Da die Taliban jedes mal große Verluste hinnehmen mussten, gelang es ihnen nie sich ganz gegen Massud und seine Armee zu behaupten.

Massuds Ziel und Wille war ein einheitliches demokratisches und freies Afghanistan für alle Volksgruppen mit freien Wahl, Freiheit für die Frauen, Achtung der Menschenrechte. Er wünschte sich friedliche Beziehungen zu den Nachbarstaaten und allen Ländern der Erde.

Am 9.September 2001 wurde auf Ahmad Shah Massud durch Mitglieder der Al Quaida ein Attentat verübt, dessen Verletzungen er einige Tage später leider erlag. 

Afghanistan hat einen wertvollen Patriot verloren und einen neuen Helden gewonnen.


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